DIE LINKE / Die PARTEI
Clemens Sels Museum
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Clemens Sels Museum: „Am alten Standort festzuhalten, wäre fahrlässig.“

Neuss hat die Unwetter der vergangenen Tage insgesamt relativ glimpflich überstanden.  Dennoch reichten die Regenfälle aus, um das Depot des „Clemens Sels Museum“ unter Wasser zu setzen und die dort gelagerten Kunstwerke zu gefährden und zu beschädigen. Dank des Einsatzes zahlreicher Helfer erfüllten sich die schlimmsten Befürchtungen nicht.

„Wir hatten diesmal noch Glück im Unglück“, erklärt Yulia Vershinina, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Fraktion „DIE LINKE / Die PARTEI“. „Doch jetzt müssen die richtigen Konsequenzen gezogen werden. Der Deilmannbau eignet sich nicht als Museumsgebäude. Das wissen wir schon lange. Mit den immer häufigeren Starkregenereignissen kommt eine existenzielle Bedrohung hinzu. Es wäre grob fahrlässig, weiter am alten Standort festzuhalten.“

In einem Antrag zur nächsten Sitzung des Kulturausschusses fordert die Fraktion „DIE LINKE / Die PARTEI“ deshalb, das Museum vollständig auf den Wendersplatz zu verlegen. Zu diesem Zweck soll dort ein Neubau errichtet werden. „Bisherige Planungen sehen dort nur eine Dependance vor. Das hochgefährdete Depot und die archäologische Sammlung sollen im Deilmannbau bleiben. Wir haben diesen Vorschlag bereits in der Vergangenheit kritisiert“, sagt Vershinina und verweist auch auf die Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung des Wendersplatzes. Viele Befragte hatten sich bereits in diesem Zusammenhang für den Wendersplatz als Museumsstandort ausgesprochen.

„Die Menschen in Neuss wollen einen Museumsneubau am Wendersplatz, der alte Standort ist ungeeignet und die mit Sicherheit kommenden Unwetter drohen, unsere gesammelten Kunstschätze zu zerstören. Was gibt es da noch lange zu überlegen?“

Andere Fraktionen hatten den Museumsneubau in der Vergangenheit vor allem aus Kostengründen abgelehnt. Inzwischen zeigt sich, dass diese Haltung letztlich teuer wird. Denn auch für die sichere Zwischenlagerung und Restaurierung der Werke, sowie ständige Sanierungsarbeiten fallen im Clemens Sels Museum hohe, dauerhafte und immer wiederkehrende Kosten an. „Wer günstig kauft, kauft am Ende teuer“, ist sich Vershinina sicher.

Bild auf dieser Seite von Rolf Cosar, CC BY 3.0

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