Blick auf die Sebastianusstraße
Antrag News

Verkehrswende ernst nehmen – Autofreie Innenstadt schaffen!

Sebastianusstraße und Glockhammer müssen weiterhin autofrei bleiben!

Die Fraktion DIE LINKE / Die PARTEI zeigt mit ihrem Antrag, die Sebastianusstraße und den Glockhammer weiterhin vom KFZ-Verkehr freizuhalten, zugleich auch Wege, wie eine autofreie Innenstadt möglich ist.

Der Straßenzug wurde in einem Verkehrsversuch weitgehend für den Kraftverkehr gesperrt und stattdessen als Radstraße dem Radverkehr gewidmet. Damit wurden diese Straßen Teil einer Radachse quer durch die Innenstadt, beginnend ab der Preußenstraße über die Drususallee bis zur
Einmündung des Glockhammers in die Batteriestraße. Dies macht es Radfahrenden leichter und sicherer, die City zu erreichen oder zu queren. Weiterhin wurde das Parken von Kraftfahrzeugen auf der Sebastianusstraße verboten, die Parkplätze wurden mit Sitzelementen zum Verweilen umfunktioniert. Platz für Lieferverkehre blieb vorhanden. DIE LINKE / Die PARTEI hat diesen Verkehrsversuch unterstützt und auch eigene Ideen für eine weitere Ausgestaltung eingebracht.

Eine aktuelle Umfrage der Verwaltung bei über 1000 Befragten zeigt eine
generelle und große Zustimmung zum Verkehrsversuch.

Warum sollte der Verkehrsversuch also nicht umgesetzt werden?

Der Antrag der „Kooperation“ will zwar, dass die Sebastianusstraße generell „KFZ-reduziert“ bleibt, dies jedoch erst bis 2025. Bis dahin soll also weiterhin wie früher tagsüber Kfz-Verkehr zugelassen werden. Damit verbunden sind Parksuchverkehre und ein erhöhtes KFZ-Aufkommen. Schon vor dem Verkehrsversuch war den Anwohner:innen der Sebastianusstraße aber klar, dass so gut wie nie ein freier Parkplatz zu finden war. Die Folge: Die Parkhäuser in der unmittelbaren Umgebung wurden bereits zum Anwohner:innenparken genutzt. Es ist daher nur konsequent, diesen Weg weiter zu verfolgen und ein günstiges Anwohner:innenparken in den Parkhäusern zu ermöglichen.

Autofrei in der Innenstadt – so geht’s!

Der Antrag von DIE LINKE / Die PARTEI zeigt genau hier Lösungsvorschläge: Ein Anfahren und das Verlassen des Parkhauses Galeria-Kaufhof vom Rheinwallgraben über die Spulgasse ist ohne große bauliche Maßnahmen möglich. Die Spulgasse kann an ihrer Einmündung zum Glockhammer als Wendehammer genutzt werden. Damit ist eine zentrale Erreichbarkeit beider Parkhäuser über die Rheinstraße abwickelbar. DIE LINKE / Die PARTEI hat bereits an die Verwaltung appelliert, mit den Parkhäusern günstige Preise für das Quartierparken auszuhandeln. Somit lassen sich die wenigen Parkstände auf der Sebastianusstraße und dem Glockhammer leicht ersetzen. Die freien Flächen können dann für eine bessere Aufenthaltsqualität in der City genutzt werden.

Problemfeld Sebastianusstraße / Hamtorstraße

Ein wichtiger Aspekt für eine autofreie Sebastianusstraße zeigt sich im Kreuzungsbereich zur Hamtorstraße: Diese soll nach dem Willen der meisten Fraktionen gegenläufig für den Radverkehr geöffnet werden. Allerdings sind im Kreuzungsbereich Konflikte vorprogrammiert, wenn Autos in die Sebastianusstraße und Radfahrer:innen aus der Hamstorstraße Richtung Benno-Nußbaum-Platz fahren. Deshalb gab die Verwaltung zu bedenken, dass eine Freigabe der Hamtorstraße für den gegenläufigen Radverkehr nur möglich wäre, wenn ein Befahren der Sebastianusstraße für Autos untersagt bliebe.

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