DIE LINKE / Die PARTEI
Antrag News

Bezirksausschuss für das Hammfeld gefordert

Das Hammfeld ist ein besonderer Ortsteil – in vielerlei Hinsicht. Hier leben fast 2.500 Menschen, doch sie geraten oft aus dem Blickfeld der Lokalpolitik, die häufig nur an Gewerbeprojekte und die Rennbahn denkt, wenn es um diesen Bezirk geht. Derzeit bildet das Hammfeld einen Bezirk gemeinsam mit der Innenstadt. Dabei könnten die örtlichen Strukturen kaum unterschiedlicher sein: In Hinblick auf Verkehr, Versorgung, Wohnraum und städtebauliche Beachtung liegen Welten zwischen Hammfeld und Innenstadt.

Die Fraktion DIE LINKE / Die PARTEI fordert daher langfristig einen eigenen Bezirksausschuss für das Hammfeld. Den Antrag dokumentieren wir nachfolgend. Da es in dieser Ratsperiode aufgrund der Besonderheiten bei der Kommunalwahl noch nicht möglich sein wird, einen formalen Stadtbezirk zu bilden, fordern wir dennoch die stärkere Berücksichtigung des Hammfeldes in der Neusser Lokalpolitik.

Antrag zur Ratssitzung vom 6. November 2020
„Bezirksausschuss Hammfeld“

Beschlussvorschlag:

Für den Stadtbezirk „Hammfeld“ wird ein eigener Bezirksausschuss gebildet.

Begründung:

Der Stadtbezirk Hammfeld benötigt einen eigenen Bezirksausschuss. Es leben hier gemäß dem Datenspektrum der Stadt Neuss 2020 2493 Menschen, zuletzt ging die Zahl um fast 100 zurück (Rekord für Neuss!) und der Anteil ausländischer MitbürgerX beträgt um die 60 %, im Vergleich zu einer allgemeinen Quote ausländischer MitbürgerX von nur 16,4 %.

Der Bezirk ist durch den Hafen, die Rennbahn und weitere Gewerbe-/Büroflächen räumlich vollkommen von der Innenstadt isoliert, die nächste Wohnbebauung liegt zumindest gefühlt wenigstens einen Kilometer entfernt. Das Hammfeld ist in keiner Weise mit dem restlichen Stadtgebiet vergleichbar, vor allem im Hinblick auf die ethnische, religiöse und altersbedingte Zusammensetzung der Bevölkerung. Daher erfährt er in der allgemeinen Stadtpolitik für Neuss keine angemessene Würdigung und die speziellen Probleme dieses Bezirks werden vernachlässigt.

Es bestehen keine Einrichtungen der sozialen Bindung in dem Bereich. Zu Werkzeiten herrscht ein massiver Pendelverkehr von Angestellten der Modebranche, von UPS oder dem Rheinparkcenter sowie Einkaufstourismus im Rheinparkcenter. Nach Geschäftsschluss des Rheinparkcenters existieren danach keinerlei der Öffentlichkeit zugänglichen Restaurants, Bars oder anderer Freizeitaktivitäten.

Abstimmungsergebnis: vertagt auf den 18. Dezember 2020

Luftaufnahme: © Rhein-Kreis Neuss 2020

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.